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Arbeiten und Leben in der Heimat

Rückkehrertage am 27. Dezember sind ein großer Erfolg

Großer Andrang, Stimmengwirr, viele Gespräche und sicher schon der ein oder andere Job in der Heimat Sachsen-Anhalt – das ist das Resümee der zahlreichen Rückkehrertage am 27. Dezember 2017 in Sachsen-Anhalt. Von Stendal über Staßfurt oder Dessau-Roßlau bis Naumburg – überall gab es großes Interesse, Arbeit und Leben wieder an einem Ort zu vereinen.

Fast 150.000 Sachsen-Anhalter*innen arbeiten in einem anderen Bundesland. Das ist jeder siebte Erwerbstätige. Erneut ist die Zahl der Pendler*innen in diesem Jahr gestiegen. Entweder pendeln sie täglich in benachbarte Bundesländer wie Sachsen, Thüringen oder Niedersachsen oder sind oft die ganze Woche fernab von Familie und Freunden. Aber auch die Zahl der Einpendler*innen ist gestiegen. Das macht deutlich, hier gibt es gute Jobs. Um die Heimat auch wieder für die Sachsen-Anhalter*innen interessant zu machen, setzten sich Verwaltungen und Wirtschaft an einen Tisch und organisierten die Rückkehrertage.

Zum zweiten Mal fand der Rückkehrertag in diesem Jahr bereits in Bitterfeld-Wolfen statt. Die Resonanz im vergangenen Jahr war so gut, dass in diesem Jahr die Zahl der Aussteller fast verdoppelt wurde. 37 Austeller wie die Folienwerk Wolfen GmbH oder Mercateo präsentierten sich mit 130 Stellenangeboten. Bereits bei der Eröffnung der Veranstaltung drängten sich die Besucher*innen, um mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Auch hier nutzten vor allem Pendler*innen die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz in der geliebten Heimat zu finden. „Immer wieder haben wir gehört, dass die Menschen müde sind, zu pendeln, wenig Zeit mit der Familie zu haben. Sie möchten wieder Beruf und Leben zusammenbringen. Daher gab es für den Rückkehrertag von allen Seiten nur positives“, so Lisa Stoye von der Regionalberatungsstelle Dessau-Roßlau.  Die Jobmesse bot aber auch denen eine Plattform, die bereits in der Heimat arbeiten, aber sich beruflich weiter entwickeln oder neu orientieren möchten.

„Der Zuspruch ist der Hammer“, war Landrat Markus Bauer bei der daheimsein in Staßfurt positiv überrascht. Unternehmen wie das Serumwerk Bernburg oder Möller Industrietechnik GmbH Hecklingen präsentieren sich und ihre offen Stellen. Das Sparkassenschiff in Staßfurt platzte aus allen Nähten. Mehr als 50 Besucher*innen suchten die Unterstützung unserer Landesinitiative. „Die meisten Interessenten suchten einen Job in der Region, weil sie keine Lust mehr auf Pendeln haben oder sie einfach Sehnsucht nach der Heimat haben. Die Veranstaltung hat absolut den Nerv der Besucher getroffen. Wir sind im nächsten Jahr gern wieder mit dabei“, so Regionalberaterin Henriette Freikamp.

Nicht weniger überrascht waren die Unternehmen und Institutionen vom Zuspruch des ersten Rückkehrertages der Altmark in Stendal. 73 Aussteller mit 120 Jobs wie Fleischer*in bei der Altmärker Fleisch-und Wurstwaren GmbH oder Technische(r) Produktdesigner*in bei der JS Lasertechnik GmbH Stendal fanden großes Interesse. Über 1.200 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit zwischen den Feiertagen, um sich nach neuen beruflichen Perspektiven in der Heimat umzuschauen. „Das Datum der Veranstaltung ist wirklich gut gewählt. Viele Pendler kommen endlich einmal zuhause an und haben etwas Zeit, um sich auch mal umzuschauen, abseits des Alltags. Viele, die in der Vergangenheit aus beruflichen Gründen woanders hingezogen sind, nutzen die Feiertage, um endlich Familie und Freunde wieder zu sehen. Und in diesem Jahr eben auch ihre Chance, vielleicht wieder in die Heimat zurück zu kehren“, so Thomas Schwiering, Regionalberater in Stendal.

Über 1.200 Besucher*innen kamen zum Rückkehrertag nach Stendal (Foto: Fachkraft im Fokus)
Nach dem Erfolg 2016 mit 20 Ausstellern präsentierten sich in diesem Jahr 37 Unternehmen und Institutionen in Bitterfeld-Wolfen (Foto: Fachkraft im Fokus)
Nicht mehr pendeln, nicht mehr fern der Heimat sein - im Staßfurter Sparkassenschiff herrschte großes Interesse an der der "daheimsein" (Foto: Fachkraft im Fokus)